23. Oktober 2015 - Herbsthoagarten

Dieses Jahr fand unser traditioneller Herbsthoagarten am Freitag, den 23. Oktober statt. Der Saal war wieder gut gefüllt.

Um 20.00 Uhr begrüßte die Vorsitzende Judith Mezösi alle Besucher und teilnehmenden Gruppen recht herzlich.
Durch das Programm führte Sepp Bernlochner aus Hochstadt, vielen auch als Sänger und Musikant ein Begriff. Er gestaltete den Abend sehr kurzweilig und amüsant durch seine Einlagen.

Sepp Bernlochner

Frasdorfer Geigenmusi

Zum Auftakt spielte dann die Frasdorfer Geigenmusi aus dem Chiemgau die „Schneider Polka“. Die Gruppe besteht aus sieben Mitgliedern und spielt in dieser Besetzung seit 2008 zusammen. 
Die Geigen werden von Anna Schlemer, Martin Sedlak und Irmengard Huber gespielt. Lois Schlemer und Marlis Huber spielen auf der Ziach und Naumia Dietenhofer spielt den Kontrabass.Die Hackbrettspielerin ist diesmal leider ausgefallen. 2012 hatten sie in Innsbruck beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb den Förderpreis „Herma Haselsteiner“ gewonnen.  Das Publikum konnte sich von den hervorragenden Leistungen überzeugen und spendete dafür anhaltenden Beifall.
Zwei Musikantinnen der Frasdorfer Geigenmusi singen auch bei den Huber Dirndln. Die dritte im Bunde ist ihre Schwester Martina Huber. Sie singen seit ca. 2005 dreistimmig zusammen. Sie waren ebenfalls beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb 2010 sehr erfolgreich. Musikalisch begleitet wurden die Huber Dirndl von ihrer Mutter mit der Harfe oder Gitarre. Sie gaben ihre Freude am Singen direkt an die Zuhörer weiter. Huber Dirndln
Baiernrainer Dreigsang Der Baiernrainer Dreigsang besteht aus drei ehemaligen Sängern des bekannten Tölzer Knabenchors. Inzwischen sind aus Matthias Gilgenrainer, Franz Mittermeier und Martin Thalhammer  gstandne Mannsbilder gworden. Sie singen seit 2008 zusammen unverfälschte, traditionelle und alpenländische Volkslieder. Und ihre Darbietung hat das Publikum sehr beeindruckt.
Es war ungefähr im Jahre 2006, als Monika Stoiber, Karl Eppendorfer und Schorsch Hafner beim Musikantenstammtisch in Geisenbrunn auf die Idee gekommen sind, zusammen als Gruppe zu spielen. Der Name „Greabach Soatnmusi“ hat sich schnell gefunden: der Karl kommt aus Wielenbach und da plätschert der Greabach durch den Ort. Sie spielen mit zwei Gitarren und einer Zither. Ihr Soatnspiel war sehr wohlklingend und das Publikum genoss die ruhigeren Herbstklänge. Greabach Soatnmusi
Jagerholzmusi Mit ihrem besonderen Musiksti, den „Berchtesgadener Riss“, unterhielt die Jagerholzmusi das Publikum sehr schwungvoll. Paul Zinsmeister und Toni Neufeld sind Mitgründer dieser Gruppe. In der heutigen Besetzung mit Günter Drum, Norbert und Manuela Pöschl spielen sie seit 2011 zusammen. Auch sie haben ein großes Lob für ihren musikalischen Auftritt verdient.
Alle Musik- und Gesangsgruppen trugen wieder zu einem sehr gelungenen Hoagartn bei.
Im letzten musikalischen Block wurden die Zuhörer wieder dazu aufgefordert, ein gemeinsames Lied zu singen.
Das Publikum würdigte die musikalische Leistungen mit einem herzlichen Applaus.
Auch den Mitwirkenden hat dieser Abend so gut gefallen, dass sie sich nach dem offiziellen Programm noch zwischen die Zuhörer setzten und einige Zugaben spielten.
Blick in den Saal

Die Volksmusikfreunde Geisenbrunn bedanken sich nochmals bei allen teilnehmenden Gruppen und beim Publikum für ihren zahlreichen Besuch!

 


17. April 2015 - Frühjahrshoagarten

Die Volksmusikfreunde Geisenbrunn e. V. luden zum Frühjahrshoagartn  in die Gaststätte Geisenbrunn ein. Dies war bereits der 61. Hoagartn und wie gewohnt war der Saal so gut wie ausverkauft. Eingeladen waren die Hochberghauser Weisenbläser – die Stoabach Saitnmusi – die Inntaler Sänger – die Goldtropf-Musi sowie der Dreiwinkl-Gsang. Als Sprecher konnten wir Schorsch Fichtinger aus Giesing gewinnen.

Die Hochberghauser Weisenbläser eröffneten den Abend mit dem Stückl „Im Frühjahr, wenn d‘ Vögerl wieda singa“ und stimmten damit die Besucher auf einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend ein. Hochberghauser Wiesentäler
Judith Mezösi Anschließend begrüßte die 1. Vorsitzende der Volksmusikfreunde Geisenbrunn Judith Mezösi die Gäste, Sängerinnen – Sänger und Musikanten und hieß alle recht herzlich willkommen.
Schorsch Fichtinger, a Sprecher aus Giesing führte mit Witz und Humor durch den Abend. Er erzählte zu Beginn, wie er zum Mundartsprecher wurde: In ara Zeit, in der‘s Mundartredn noch so tabu war, daß se da kloa Schorschl mit zehn Jahr in der 1. Klass am Gymnasium hätt schama soin weil er unter de Schüler aus Greawoid und Harlaching giasingerisch gred hat, is de Liab zu seiner Mundart entstanden. Durch seinen Beruf ois Trigonometer is a vui im Bayernlandl rumkemma und hat vor guat 40 Jahr damit ogfanga, Gedankn zum niederschreim.
Sei Stimm und seine G’schichtn führt‘n durch an musikalisch bestens besetzten Hoagartn.
Schorsch Fichtinger

Stoabach-Musi

Die Stoabach-Soat‘nmusi
bereicherte den Abend durch eine exzellente Darbietung ihrer Musikstückln. Im September 1998 entstand diese Saitenmusi mit Harfe, Hackbrett, Gitarre und Kontrabass. Was zunächst nur als Überraschungseinlage und Geburtstagsständchen gedacht war, begeisterte die Musikanten so, dass  diese spontan beschlossen, diese Besetzung dauerhaft als „Stoabach Soat‘nmusi“ weiterzuführen.
A große Freid war es, dass uns die bekannten
Inntaler Sänger die Ehre gaben und zu uns nach Geisenbrunn kemma san.Weit über 50 Jahre begeistern sie landauf - landab ihr Publikum und bereicherten mit ihren unverwechselbaren Stimmen auch unsern Frühjahrshoagartn. Das Publikum dankte es Ihnen mit anhaltendem Applaus.
Inntaler Sänger
Goldtropf Musi Die Goldtropfmusi aus dem Berchtesgadener Land besteht seit 1985 mit den Musikanten Falk Lexhaller (Gitarre), Max Danzl (Hackbrett) und Willy Weber (diatonische Ziach). Seit 1986 ist Michael Scheil (Bassgeige) mit dabei. Seitdem spielen die vier Musikanten in unveränderter Zusammen-setzung. Mit ihrer abwechslungsreichen Musi und den flotten Stückln ernteten sie ebenfalls viel Applaus.
Die Hochberghauser Weisenbläser,
das sind fünf Musikanten aus der Hochberghauser Blasmusik unter der Leitung von Wolf Birk (1. Flügelhorn und Braumeister):
Seppi Bernlochner (2. Flügelhorn und Zimmerermeister), Johannes Bernlochner (Tenorhorn und Zimmererlehrling), Matthäus Buchner (Bariton und Zimmerergeselle) und Sepp Bernlochner (Tuba und Zimmermeister in Rente). Sie spielen seit ca. 5 Jahren in dieser Besetzung und bereicherten unseren Hoagartn mit ihren hervorragenden Weisen.
Hochberghauser Wiesentäler
Dreiwinkl Gsang Der Dreiwinklgsang singt seit Josefi 2007 zusammen. Man glaubt es kaum was die Liab zum bairischen Liedgut alles zustande bringt. Da treffen sich drei Menschen, singen aus Freude ein paar Lieder und schon ist eine neue Gruppe geboren. Jeder kommt aus einer anderen Ecke, einem anderen „Winkl“. Michi wohnt in Piding im Rupertiwinkel, Regina kommt aus Schliersee im Miesbacher Oberland und Erika ist in Nußdorf im Inntal daheim. Mit ihren sauber gsungenen Liadln trugen sie zum Gelingen des Abends bei. 

Hörprobe

Das Publikum war wie immer begeistert von dem anspruchvollen und unterhaltsamen Programm und sparte nicht mit dem Applaus. Vor dem letzten Programmblock wurde traditionsgemäß ein gemeinsames Lied gesungen. Diesmal war es das Liadl „Jetzt kimmt des schö Fruahjahr“, das alle kräftig mitsangen. Für die Mitwirkenden und die Besucher war es wieder ein sehr erfolgreicher und unterhaltsamer Abend. Die Volksmusikfreunde Geisenbrunn bedanken sich bei allen teilnehmenden Gruppen und bei Schorsch Fichtinger für das Gelingen des hervorragenden Abends. Ein extra Dankschön an unser treues Publikum für das zahlreiche Erscheinen. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie beim Herbsthoagartn am 23. Oktober 2015 wieder begrüßen dürfen!

Weitere Bilder vom Frühjahrshoagarten finden Sie unter "Fotos"

 

07. März 2015 - Couplet- u. Gstanzlsingen

Wieder einmal hieß es im Landkreis Starnberg und Umgebung:

„Auf geht’s zum Couplet- und Gstanzlsingen nach Geisenbrunn“

Die „Kaasgrom-Musi“ aus Altomünster eröffnete das Couplet- und Gstanzlsingen mit einem schneidig gespielten Marsch.
Von links – der Flo mit da „Ziach“ - da Seppl spielt den „Bass“ - die Betti mit‘n „Tenorhorn“ – und noch ein Flo mit’n „Flügelhorn“

Vier junge Musikanten aus dem Altoland, die seit September 2010 zusammenspielen. Ihre Proben finden auf dem ehemaligen Molkereigelände in Altomünster statt. Die Molke wurde damals in den „Stumpfenbach“ geleitet, den die „Leid“ deswegen heute noch „Kaasgrom“ schimpfen. So san‘s zu ihrm Namen kemma.

Kaasgrom Musi

Judith Mezösi

Judith Mezösi begrüßte die Gäste auf's Herzlichste und stellte die geladenen Gesangs- und Musikgruppen vor.

Jetzt war „Sigi Bradl“ aus Altomünster an der Reihe. Seine Red - weil‘s „Couplet- und Gstanzlsingen“ heißt - stellt er die Mitwirkenden mit einem Gstanzl vor. Sigi meint, es klingt schöner wenn alle Mitsingen. Da ließen sich die Gäste nicht lang betteln und sangen alle beim Refrain „Hola di ria, hola di o“ lauthals mit.

Sigi Bradl

Haberer Zwoagsang

Nach einem Zwischenspiel der „Kaasgrom-Musi“ brachte der „Haberer Zwoagsang“ das „Fuhrmannslied“ zu Gehör und das Publikum ließ sich nicht zweimal bitten und haben mit vielen kräftigen Stimmen mitgesungen.

Anschließend erklärte Sigi die Herkunft des „Couplets“. Es kommt ursprünglich aus Frankreich. Dort ist es im 17. Jahrhundert entstanden und – wie der Sigi sagte – zu uns „herüber geschwappt“. In München waren in der Zeit von 1850 – 1930 über 800 Volkssänger unterwegs, unter anderem – August Junker – Michael Huber – Karl Valentin – Weiß Ferdl – Alois Hönle, um nur einige zu nennen.

Nahtlos ging es weiter mit’n "Kartoffe-Mo" Martin Forster, ein Original aus Gachenbach - ein Dorf zwischen Schrobenhausen und Aichach. Er lebte auf der Bühne seine G’schichtn und bekam auf offener Szene stürmischen Applaus. Den ganzen Abend über spielte er gekonnt Wirtshausgschichten und Verwandtschaftsvorkommnisse mit vollem Körpereinsatz und zog damit die Gäste in seinen Bann.

Da Kartoffe-Mo
Hirangl Musi

Gisela, Akkordeon – Angie, Okarina und Sigi, Gitarre – in dieser Besetzung spielte diesmal die „Hiranglmusi“zum Couplet- und Gstanzlsingen auf. Auch sie wurden mit anhaltendem Applaus belohnt.

Die zahlreich erschienenen Gäste waren begeistert und sangen bei jeder Gelegenheit kräftig mit. Es war wieder ein gelungener Abend, den man so schnell nicht vergessen wird.

Blick in den Saal