11. Oktober2013 - Herbsthoagarten

Dr. Horst Karmann

Zum diesjährigen Herbsthoagarten waren folgende Gruppen eingeladen: Sagschneider-Musi, Riederinger Sänger, Solo-Harfenist Seppi Wörner, Hirschberg-Zithermusi und die Geschwister Ertl. Ursprünglich waren als Frauendreigesang die Sagschneider Malan eingeladen. Da aber eine Sängerin ausfiel, sind die Geschwister Ertl kurzfristig eingesprungen. Nach dem schmissigen Auftakt mit der Sagschneider-Musi folgt die Begrüßung zum 58. Hoagarten in Geisenbrunn durch den 1. Vorsitzenden Dr. Horst Karmann.

Dondl Hans

Durch das Programm führte dann der Sprecher Hans Dondl aus Icking.
Er verstand es durch seine sympathische Art den Abend kurzweilig zu gestalten.

Sagschneider

Die Sagschneider-Musi stammt aus Lenggries und Umgebung. Sie besteht aus 2 Musikantinnen und 2 Musikanten und sie spielen folgende Instrumente: Harfe, Steirische, Hackbrett und Ventilposaune.
Mit ihrem klangvollem Spiel begeisterten sie das Publikum.

Riederinger Sänger

Die Riederinger Sänger aus Riedering wurden von Roman Messerer von der Hirschberg-Zithermusi auf der Zither begleitet. Mit ihren kräftigen Stimmen waren sie eine angenehme Abwechslung im Programm.

Seppi Wörner

Der junge Seppi Wörner aus Eschenlohe begeisterte als Harfensolist mit seinem klassischen Harfenspiel.

Geschwister Ertl

Der Frauendreigesang Geschwister Ertl war ein ebenwertiger Ersatz für die Sagschneider Malan.
Ihr Gesang wurde auch von Roman Messerer auf der Zither begleitet.

Hirschberg Zithermusi

Die bekannte Hirschberg-Zithermusi aus der Umgebung von Wasserburg am Inn spielte mit 3 Zithern und einer Kontragitarre auf. Den 4 Herren war es ebenfalls gelungen, durch ihren hervorragenden Zitherklang die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Nach einer Pause begann der 2. Teil des Programms mit ein paar ruhigeren Stückln, bevor wieder flott aufgespielt wurde.

Herbsthoagarten 2013

Vor der letzten Musikantenrunde wurde traditionell ein gemeinsames Lied gesungen. Anschließend folgte auf Aufforderung von Hans Dondl noch ein gemeinsamer Jodler.

Zum Schluss schenkte der Vorstand Dr. Horst Karmann den Sängerinnen und Musikantinnen je einen Blumenstock der Bühnendekoration. Zum Dank spielten und sangen sie noch eine Zugabe. Der Hoagartn fand wieder vollen Anklang in einem ausverkauften Saal!


 

12. April 2013 - Frühjahrshoagarten

Am 12. April 2013 fand in der Gaststätte Geisenbrunn wieder der traditionelle und sehr gut besuchte Frühjahrshoagarten, der nun bereits 57. Hoagarten der Volksmusikfreunde Geisenbrunn statt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Herrn Dr. Horst Karmann führte als Sprecher Siegi Götze aus Marquartstein, als profunder Kenner der oberbayerischen Volksmusikszene mit humorvollen Anekdoten und Geschichten durch das Programm. Besonders schienen ihm die jüngsten Akteure der Früah-Familie Seppi und Eva ans Herz gewachsen, die er offensichtlich bestens kannte und so mehrmals von lustigen Begebenheiten mit ihnen berichtete; sehr zur Freude der amüsierten Zuhörer. Den Volksmusikfreunden von Geisenbrunn ist Siegi Götze ja auch kein Unbekannter, war er doch diesmal seit dem Jahre 1998 bereits das 5. Mal Hoagartensprecher in Geisenbrunn.

Kirnstoa Tanzlmusi Kirnstoa Tanzlmusi
Kerschbam Zithemusi Kerschbam Zithermusi
Früh-Musi Früh-Musi

 

Zum Auftakt spielte die renommierte Kirnstoana Tanzlmusi aus dem Inntal "Die lustigen Grenzlandler“, eine schneidige Polka in Eigenkomposition ihres Leaders Markus Schmid. So gaben sie und immer wieder mit ausgewählten, in eigener Bearbeitung temperamentvoll interpretierten Musikstücken, z. B. mit dem Galopp „Über Stock und Stein“ dem begeisterten Publikum eine beeindruckende musikalische Visitenkarte aus ihrem vielseitigen und nahezu unerschöpflichen Repertoire. Besonders erwähnenswert war noch die Mandel-Polka, die auf besonderem Wunsch, sozusagen als „Zuckerl“ von Susanne Dräxl-Sinhart als Harfen-Solo brillant dargeboten wurde.

Aus Brunnthal war wieder die gesamte Musikantenfamilie Schulz nach Geisenbrunn gekommen, um mit ihren bekannten und geschätzten Gruppierungen, die Früah-Musi (mit Magdalena an der Harfe, Veronika am Hackbrett, Seppi am Bass, Eva mit Geige sowie Vater Sepp mit der Ziach), die Früah-Dirndl (Magdalena und Veronika als Zwoagsang), die Früah-Kinder (Seppi und Eva als Gesangs- und Flöten-Duo) das Publikum zu begeistern. Besonders die Kinder Seppi und Eva hatten es auch den Zuhörern angetan und waren mit ihren Interpretationen, sowohl mit ihrem Flötenspiel als auch mit ihren Liedern (z. B. „Bauernmadl“ und einer „Gstanzl-Folge“) die Lieblinge des Abends und bekamen immer wieder stürmischen Beifall.

Aber auch die Kerschbam-Zithermusi aus Warngau und Umgebung war mit ihrem beeindruckenden Zitherspiel ein wahrer Ohrenschmaus. Witzig und vergnüglich nannte der Sprecher Siegi Götze die Gruppe „Kerschberg-Zithermusi“, da der Franz Anzinger von der bekannten Hirschberg-Zithermusi hier ersatzweise eingesprungen war und das Musikantenquartett komplettierte.

Bei derartigen Spitzengruppen gibt es kein Konkurrenzdenken; die Hauptsache ist hier, den Zuhörern beste Volksmusik zu bieten. In besonders guter Erinnerung blieben hier die selbst komponierten Stücke wie z. B. der Sonntags-Landler von Manuel Kuthan und der Lenerl-Boarisch von Andi Waldschütz. Man muss ins Lenerl schon sehr verliebt (gewesen) und nicht nur ein begnadeter Musikschreiber und Musikant sein, wenn die Kerschensteiner Zithern mit ihren tiefen Tonlagen derart vollendet und betörend zum Erklingen gebracht werden.

Der Bogen der am Fühjahrshoagarten in Geisenbrunn musizierenden Sänger und Musikanten schließt sich mit dem Ziach-Duo Geisreiter/Wühr. Es war eine Freude, diesen blutjungen Ziachspielern aus Siegsdorf im Chiemgau bei ihrem temperamentvollen und virtuosen Spiel zuzuhören. Man hatte den Eindruck, dass sich die beiden bei ihrem Zusammenspiel „blind“ verstehen. Die von Martin Geisreiter und Korbinian Wühr an ihren Instrumenten dargebotene technische Fertigkeit bei gleichzeitig vollster Harmonie war faszinierend, und die Zuhörer applaudierten immer wieder mit Begeisterung. So ging für die Geisenbrunner Volksmusikfreunde wieder ein stimmungsvoller Musikabend der echten voralpenländisch-bayerischen Volksmusik zu Ende.

Siegi Götze Geisreither-Wühr
Siegi Götze Ziachduo Geisreither/Wühr

 


02. März 2013 - Couplet- u. Gstanzlsingen

Am 02. März 2013 fand wie jedes Jahr am ersten Samstag dieses Monats in Geisenbrunn das traditionelle Couplet- und Gstanzlsingen bei ausverkauftem Saal der Gaststätte Geisenbrunn statt. Dazu waren diesmal als Hauptakteure die Göltnschmierer aus Hepberg, nördlich von Ingolstadt, eingeladen; eine echte „Kracher“-Truppe von fünf temperamentvollen komödiantischen Stimmungsmachern erster Güte mit dem bekannten Hochzeitslader Roland Woitsch. Daneben war noch d’Wabach-Musi mit vier blutjungen, bereits großartigen Musikanten aus dem Chiemgau der Einladung gefolgt und nach Geisenbrunn gekommen, die auch die Veranstaltung mit einigen schwungvollen und schmissigen bayerischen Musikstückl eröffnete.

Die Göltnschmierer

Die Göltnschmierer bei ihrer Begrüßung

Die Göltnschmierer

Die Göltnschmierer beim Einzug

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Horst Karmann, folgte der klangvolle und schneidige Einmarsch von Roland Woitsch und seinen Göltnschmierern, mit der dann lustig gesprochenen, scherzhaft parodierten und gesungenen Begrüßung und Vorstellung ihrer Gruppe; wo sie herkommen und wie es zu dem Namen „Göltnschmierer“ kam (Göltn = Melkkübel).

Dann ging es Schlag auf Schlag lustig, pointenreich und begeisternd weiter, was oftmals vom Publikum durch kräftigen Applaus auf offener Szene honoriert wurde. Dazwischen waren immer wieder die Wabach-Musikanten an der Reihe mit ihrem rassigen Spiel, bei einer Instrumentenbesetzung von Ventilposaune, Ziach, Gitarre und Kontrabass. Diese jungen Wabach-Musikanten haben auch den pfiffigen Gstanzlsänger Andi Heindl in ihren Reihen, der sich zur Freude des Publikums einen gekonnten Gstanzl-Wettstreit mit dem erfahrenen Hochzeitslader Roland Woitsch mit erstaunlicher Lässigkeit lieferte.

Gstanzlsänger Andi

Ausgsunga is glei!

Andi von der Wabachmusi

So war die Programmabfolge sehr abwechslungsreich und voller deftigen Charme und Witz. Vor allem das spontane Aussingen der Gäste, als Roland Woitsch durch die Reihen des Publikums ging, fand wieder großen Anklang und wurde mit viel Applaus bedacht. Zwischendurch wurden die Gäste sogar zum Mitsingen animiert, was zur weiteren guten Stimmung beitrug. Schließlich setzte Kruxi, der „Oberstimmungsmacher mit Schellenstab“ von den Göltnschmierern noch eins drauf, mit seinem zungenbrecherischen Sprechgesang mit dem bekannten Liadl „Wann i bei da Nacht von da Stanz hoamgeh, dann duat mir mei Fuaß , ..., …, so weh!“.

Wabach Musi Blick ins Publikum

Da die Wabach-Musikanten auch noch bei ihren Heimatvereinen als Trachtler aktiv sind, gaben sie zum Abschluss des Abends noch eine Kostprobe ihres exzellenten Plattler-Könnens. Nach dreieinhalb Stunden bester Unterhaltung und bayerischer Brauchtumspflege machten sich die Besucher frohgelaunt und gut gestimmt auf dem Heimweg.