19. Oktober 2012 - Herbsthoagarten

Am 19. Oktober 2012 war es wieder so weit! Die Volksmusikfreunde Geisenbrunn luden bereits zum 56. Hoagarten in die Gaststätte Geisenbrunn ein. Und die Freunde der echten bayerischen Volksmusik kamen wieder sehr zahlreich und nicht nur von der näheren Umgebung, sondern auch von weit her, bis vom nördlichen Oberbayern und dem Donau-Ries. So war die bekannte Geisenbrunner Musikveranstaltung fast wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Nach dem temperamentvollen Auftakt, dem Marsch aus Legau, gespielt von der Gspusi-Musi aus dem Schrobenhausener Gäu und der Begrüßung durch den 1. Vereinsvorstand Dr. Horst Karmann, führte als Sprecher Hans Schönauer aus Irschenberg, ein profunder Kenner und „Schwergewicht“ der bayerischen und voralpenländischen Volksmusikszene, durch den Abend. Als langjähriger Bürgermeister versteht er es offensichtlich bestens, mit Leuten umzugehen. So begeisterte Hans Schönauer auch hier von Anfang an die versierten Geisenbrunner Volksmusikfreunde mit Kompetenz und Witz.

Gspusi Musi Dr. Karmann

Gspusi Musi

Dr. Horst Karmann

Hans Schönauer Hans Schönauer

 

Die in Bayern sehr bekannte Gesangsgruppe der Geschwister Reitberger aus Diepoltshofen stammend, im Schrobenhausener Land, an der Schnittstelle mit dem südlichen Donaumoos und der westlichen Hallertau, setzten immer wieder besondere Akzente mit ihren originellen und lustigen Liedern. Ihre Stärke liegt in ihren meist eigenen Arrangements von lustig vertonten Melodien und dazu passenden Texten. So bleiben sie in der musikalisch pfiffigen Interpretation ihrer Lieder sowohl gesanglich als auch selbst variabel instrumental begleitend, nahezu unerreicht, um nur bei einem Beispiel zu bleiben, vom „Gänswürger und Gump“, dem bekannten Räuberpaar aus dem Donaumoos vergangener Zeiten.

Die Gspusi-Musi, bestehend aus den Geschwistern Reitberger und deren nun Ehepartnern von Christine und Michaela sowie dem noch verbliebenen „echten“ Gspusi Regina Wiesböck vom Bernhard, spielte als Tanzlmusi immer wieder in unterschiedlicher instrumenteller Besetzung schneidig auf und sorgte beim Publikum für Hochstimmung.

Was von den Geschwistern Reitberger und der Gspusi-Musi gesagt wurde, gilt in gleichem Maße auch für die Köschinger Saitentratzer, eine außergewöhnliche Geigenmusi um die Familie Schiele voller Schmiss und Tempo, erweitert mit der Ziachspielerin Irmi (Grünwald)Schuhbauer. Auch Kathrin Schiele-Kiehn als „Leiterin“ der Musikgruppe verpasste ihren Musikstückln durch eigene Bearbeitung eine besondere Note, die mit ihrem fetzigen Spiel – zwischendurch aufgelockert und ergänzt durch Gesang – ihrem Namen „Saitentratzer“ alle Ehre machte.

Schließlich waren auch die Hochberghauser Weisenbläser aus der Gegend um Starnberg (Hochstatt/Starnberg/Hausen) ein besonderer musikalischer Genuss für Herz und Gemüt. Die wohlklingende Harmonie und der wunderbare Gleichklang der Instrumente war beeindruckend; kein Wunder, wenn die Musikantengruppe um Wolf Birk, mit Großvater, Vater und Sohn Bernlochner wie aus einem Guss spielten. Unvergessen bleiben ihre Interpretation der Volksweise „Da Ausseer Postillion“ und dabei ein Gefühl, als ob die strahlende Kraft des Posthorns immer noch nachklingen würde.

Geschwister Reitberger Köschinger Saitentratzer
Geschwister Reitberger Köschinger Saitentratzer
Hochberghauser Weisenbläser

Hochberghauser Weisenbläser

So ging für die Geisenbrunner Volksmusikfreunde wieder ein großartiger Hoagarten zu Ende und es erfüllte sich der von Hans Schönauer anfangs gestellte Wunsch: „Ihr miaßts dann nur sagn kenna: Es war schee!“


 

20. April 2012 - Frühjahrshoagarten

Zu unserem 55. Hoagarten waren folgende Gruppen und Musikanten eingeladen:

 

Weintröpfe-Musi Perlseer Dirndl
Weintröpfe Musi Perlseer Dirndln
Landsberieder Saitensprung Knöpf & Soatn
Landsberieder Saitensprung Knöpf & Soatn
Guichinger Dreigsang Willi Grosser
Guichinger Dreigsang Willi Großer - Sprecher

 

Am 20. April 2012 war in großer Volksmusiktradition bereits zum 55. Hoagartn in die Gaststätte Geisenbrunn geladen und die Volksmusikfreunde kamen wieder sehr zahlreich von nah und fern. So war die beliebte Veranstaltung wieder eng besetzt und bis auf den letzten Platz, restlos ausverkauft.
 
Den musikalischen Auftakt machte die Weintröpfe-Musi mit einer schneidigen Polka. Man merkte sofort: Hier wird Volksmusik vom Feinsten geboten. Diese hervorragende Musikantengruppe um die Familie Hermann Oswald aus Aying-Göggenhofen war hier als Tanzlmusi mit Kontrabass, Gitarre, Geige, Ziach, Posaune und Harfe besetzt.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vereinsvorstand Dr. Horst Karmann führte als Sprecher der vom bayerischen Rundfunk noch bekannte und beliebte Willi Großer – diesmal bereits zum siebten Male in Geisenbrunn – durch das Programm, das er auch im Ablauf gestaltete. Mit seiner sympathischen und vertrauten Stimme zog er das Publikum in unnachahmlicher Weise wieder von Anfang an in seinen Bann.

Einen besonderen Ohren- und Augenschmaus bereiteten die Perlseer Dirndln mit ihren zartklingenden feinen Stimmen. Man hatte den Eindruck, am bayerischen Volksmusikhimmel ist wieder ein großer strahlender Stern aufgegangen, der künftig sicher noch heller leuchten wird. Die Stärke dieser bildhübschen Madln ist, dass sie bei der Interpretation ihrer Lieder neben dem wunderschönen Gesang mit ihren Instrumenten Harfe, Klarinette und Geige, sozusagen das musikalische Zwischenspiel des Refrains immer wieder gemeinsam intonieren.

Der Landsberieder Saitensprung aus der Gegend um Fürstenfeldbruck mit Hackbrett (3) und Gitarre (1) und das Duo „Knöpf und Soatn“ aus München, mit Okarina bzw. Gitarre und Ziach begeisterten mit ihrem flotten und temperamentvollen Spiel sowohl in jeweils eigenem als auch gemeinsam in wunderbarer Abstimmung und Harmonie. Besonders erwähnenswert sind die hierbei ausgewählten Musikstückl in Eigenkomposition der begnadeten Musikantin Herta Wanner vom Duo „Knöpf und Soatn“. Die Landsberiederinnen lösten auch z. B. mit der Wahl und der Interpretation des Sonntagswalzers von Rudi Zapf, den sie, von melodisch getragenen über spritzig-feurige Passagen bis zum modern anmutenden Gitarrenwirbel, sehr virtuos spielten, durchaus Bewunderung aus.

Schließlich trug der bekannte Gilchinger Männerdreigsang mit wohlausgesuchten Liedern zum vollen Gelingen des Volksmusikabends bei. Amüsant war, wie es der erste Tenor der Gilchinger Sänger humorvoll verstand, Musikanten der Weintröpfe-Musi abschließend noch zum Mitspiel zu animieren und so die eigene Zitherbegleitung wohlklingend zu verstärken.

Nach der Pause erfolgte für zwei hochverdiente Persönlichkeiten der Geisenbrunner Volksmusikszene eine Ehrung. Anni Sedlmair wurde in Anerkennung ihrer Initiativen für die Volksmusik in Geisenbrunn zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und Fritz Böhm wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste als Gründungsmitglied und seines langjährigen unermüdlichen Engagements als Vereinsvorsitzender zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Als Zeichen der Ehrung erhielten Anni Sedlmair und Fritz Böhm eine Urkunde überreicht.
Foto: Ulli Wanner

Vor großem Hoagartnpublikum und unter der Regie von Willi Großer wurde den Geehrten dann von allen Sängern und Musikanten ein Ehrenständchen dargeboten.

Zum Abschluss des Hoagartns wurde traditionsgemäß mit dem Publikum noch ein gemeinsames Lied, diesmal „I hab scho oft gschnidn“, gesungen. Danach spielte die Weintröpfe-Musi zusammen mit den Perlseer Dirndln noch ein paar Zugaben, die jeweils mit stürmischem Applaus bedacht wurden.

Die Geisenbrunner Volksmusikfreunde erlebten wieder einmal einen denkwürdigen Hoagartn – eine Sternstunde der oberbayerischen Volksmusik.

 


03. März 2012 - Couplet- u. Gstanzlsingen

Die beliebte Veranstaltung des Couplet- und Gstanzlsingens in Geisenbrunn war wieder ein voller Erfolg und restlos ausverkauft. Eingeladen waren der Hochzeitslader Sepp Tyroller aus Burgheim bei Neuburg a.d.Donau, der Hepberger Dreigsang aus dem Norden von Ingolstadt und die Schöngeisinger Tanzlmusi, die den Abend mit einem temperamentvollen Musikstück eröffneten.

Hepberger Dreigsang

Sepp Tyroller

Hepberger Dreigsang

Sepp Tyroller

Schöngeisinger Tanzlmusi

Schöngeisinger Tanzlmusi

 

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Dr. Horst Karmann führte Sepp Tyroller durch den Abend. Er ist in Geisenbrunn kein Unbekannter und wurde vom Publikum stürmisch begrüßt.

Der Hepberger Dreigsang unterhielt die Gäste mit frechen und lustigen Couplets und Liedern, die beim Publikum gut ankamen. Zwischendurch spielte immer wieder die Schöngeisinger Tanzlmusi flott auf. Nach der Pause ging Sepp Tyroller wieder durch die Zuhörerreihen und "knöpfte" sich so manchen Gast mit trefflichem Versgesang vor. Dabei überraschten ihn Besucher mit einigen Kontra-Gstanzln. Doch Sepp Tyroller parierte gekonnt und mit Routine, wie es sich für einen schlagfertigen Hochzeitslader eben gehört. Die Gäste waren von dieser Spontanität begeistert und sparten nicht mit Applaus. Insgesamt war es für die Volksmusikfreunde in Geisenbrunn und Umgebung wieder ein sehr unterhaltsamer und vergnüglicher Abend.